
Wechselwilligkeit-Studie 2025: Gründe für einen Arbeitgeberwechsel
Mehr als ein Drittel einer Umfrage überlegen offen und teilweise konkret, den Arbeitgeber zu wechseln. Doch was sind die Gründe für einen Wechsel des Arbeitgebers? Die Antworten gibt es hier.
Wechselwilligkeit 2025: Gehalt und Stresslevel sind Top-Gründe
Laut einer aktuellen Studie ist der Top-Grund für einen Wechsel des Arbeitgebers ein zu niedriges Gehalt. Dafür stimmten insgesamt 38 Prozent der Befragt*innen.
Bei den Männern ist dieser Faktor noch marginal entscheidender als für Frauen. Dafür stimmten 39 Prozent der männlichen Befragten gegenüber 38 Prozent bei den weiblichen Teilnehmerinnen.
Hohes Stresslevel ausschlaggebender bei Frauen
Auf dem zweiten Platz im gesamten Ranking folgt ein zu hohes Stresslevel. Dafür votierten 36 Prozent der Teilnehmenden. Allerdings gibt es in diesem Fall eine deutliche Diskrepanz zwischen den Männern und Frauen.
Nur 30 Prozent der Männer stimmten für „hohes Stresslevel“ als Kündigungsgrund. Dagegen waren es bei den Frauen unglaubliche 44 Prozent. Also fast die Hälfte der weiblichen Befragten.
Auf dem dritten Rang folgt als Wechselgrund, mit ebenfalls 36 Prozent, unzufrieden mit der direkten Führungskraft. Auch bei diesem Faktor gibt es einen signifikanten Unterschied zwischen Männern und Frauen.
43 Prozent der Frauen stimmten dafür. Der zweithöchste Wert. Bei den Männern waren es dagegen bloß 30 Prozent.
Ein Blick auf das gesamte Ranking:
Grund für einen Arbeitgeberwechsel | Angaben in Prozent |
---|---|
zu niedriges Gehalt | 38 |
hohes Stresslevel | 36 |
unzufrieden mit der direkten Führungskraft | 36 |
keine oder wenig Aufstiegschancen | 30 |
unzufrieden mit den aktuellen Arbeitsaufgaben | 29 |
unzufrieden mit der strategischen Ausrichtung des Unternehmens | 28 |
generell Lust auf Abwechslung | 26 |
zu viele Überstunden | 16 |
Wohnortwechsel | 10 |
Angst vor Stellenabbau | 9 |
schlechtes Verhältnis zu Ihren Kolleg·innen | 8 |
Wechselwilligkeit unter Männern: die Karrierechancen
Bei den Frauen waren „hohes Stresslevel“ sowie „unzufrieden mit der direkten Führungskraft“ die wesentlichen Gründe für einen Arbeitgeberwechsel. Bei den Männern fielen diese Punkte weniger stark ins Gewicht. Für die männlichen Teilnehmer waren dagegen zwei andere Aspekte deutlich relevanter wenn es um einen Arbeitgeberwechsel gibt.
Zum einen der Punkt „keine oder wenig Aufstiegschancen“. Dafür stimmten 34 Prozent. Bei den Frauen waren es bloß 25 Prozent. Zum anderen der Aspekt „generelle Lust auf Abwechslung“. Hierfür votierten 31 Prozent der männlichen Befragten und nur 21 Prozent der Frauen.
Ein Blick auf die geschlechterspezifischen Angaben:
Grund für einen Arbeitgeberwechsel | Angaben in Prozent – Männer | Angaben in Prozent - Frauen |
---|---|---|
zu niedriges Gehalt | 39 | 38 |
hohes Stresslevel | 30 | 44 |
unzufrieden mit der direkten Führungskraft | 30 | 43 |
keine oder wenig Aufstiegschancen | 34 | 25 |
unzufrieden mit den aktuellen Arbeitsaufgaben | 26 | 33 |
unzufrieden mit der strategischen Ausrichtung des Unternehmens | 30 | 26 |
generell Lust auf Abwechslung | 31 | 21 |
zu viele Überstunden | 16 | 16 |
Wohnortwechsel | 9 | 12 |
Angst vor Stellenabbau | 10 | 9 |
schlechtes Verhältnis zu Ihren Kolleg·innen | 7 | 9 |
Geld allein reicht nicht mehr
Zwar ist ein zu niedriges Gehalt noch immer der Top-Grund für einen Wechsel. Im Umkehrschluss bedeutet es allerdings nicht immer, das Mitarbeitende durch mehr Gehalt gebunden werden können.
Stattdessen sind die Rahmenbedingungen innerhalb einer Organisation die Gründe für einen Wechsel:
- Führungskräfte als Micromanager
- keine Entwicklungsperspektive
- fehlender Spielraum für eigene Projekte und Ideen
- zu langweilige Routineaufgaben
Unternehmen sollten verstärkt darauf achten, Ihren Mitarbeitenden genau diese Rahmenbedingungen zu schaffen, welche tatsächlich zählen. Langfristig zahlt es sich für Arbeitgeber aus, wenn die persönlichen Ziele und Werte der Mitarbeitenden im Beruf bestmöglich umgesetzt werden.
Christoph Mers
Online Content Manager