
Studie zur Wechselwilligkeit 2025: Bereitschaft zum Wechsel unverändert hoch
Stärker denn je sind Unternehmen von dem demografischen Wandel sowie dem Fachkräftemangel betroffen. Welche Folgen das hat, zeigt die Studie zur Wechselwilligkeit unter den Mitarbeitenden. Die erste Frage lautet: Wie hoch ist die Bereitschaft zum Arbeitgeberwechsel?
Wechselwilligkeit 2025: ein Drittel bereit zum Wechsel
Laut einer aktuellen Studie liegt die Bereitschaft zum Wechsel unter den Befragt*innen bei 36 Prozent. Damit handelt es sich um den zweithöchsten Wert seit Beginn der Umfrage im Jahr 2012.
Große Unterschiede zwischen den Geschlechtern in Bezug auf die Bereitschaft zum Arbeitgeberwechsel gibt es nicht. Diese sind lediglich marginal. Bei den Frauen liegt die Wechselbereitschaft bei 36 Prozent. Bei den männlichen Kollegen sind es 37 Prozent.
Jüngeren Mitarbeitenden im Wechselfieber
Von den 36 Prozent gaben sieben Prozent an, konkret noch einen Arbeitgeberwechsel in diesem Jahr zu planen. Die restlichen 29 Prozent sind offen für einen Wechsel, haben allerdings noch keine spezifischen Schritte unternommen. Welche Gründe für einen Wechsel sprechen, lesen Sie hier.
Wenig überraschend ist, dass hauptsächlich die jüngeren Befragt*innen auf dem Sprung sind. Mit 48 Prozent sind besonders die 18- bis 29-Jährigen sehr offen für einen Wechsel. Davon planen bereits zehn Prozent einen Ausstieg aus dem aktuellen Unternehmen.
Wechselbereitschaft: gedanklicher Abgang
Mehr als ein Drittel beschäftigt sich offen mit einem Arbeitgeberwechsel. Die restlichen 61 Prozent sind wollen dagegen langfristig beim Arbeitgeber bleiben. Das heisst jedoch nicht, dass diese Gruppe nicht über einen Wechsel nachgedacht hat.
Denn 30 Prozent der Befragt*innen gaben an, mindestens einmal im Monat über einen Wechsel des Unternehmens nachgedacht zu haben. Sogar 12 Prozent tun dies mehrmals in der Woche. Auch in diesem Fall denken jüngere Arbeitnehmende eher an einen Wechsel als die älteren Kolleg*innen. Welche Gründe gegen einen Arbeitgeberwechsel sprechen, erfahren Sie in diesem Blog-Beitrag.
Wechselbereitschaft gestiegen
Ob langfristige Bindung. Oder hohe Identifikation mit dem Unternehmen. Diese Aspekte haben in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung verloren.
Ein Katalysator dafür war die Corona-Pandemie. Denn viele Mitarbeitenden haben für sich erkannt, was Ihnen im Leben tatsächlich wichtig ist. Weg von unpassenden Rahmenbedingungen und schlechtem Führungsstil. Hin zu einer ausgewogeneren Work-Life-Balance und sinnstiftenden Projekten.
Vor allem Mitarbeitende, welche entweder lange bei einem Unternehmen tätig waren oder über 50 sind, haben einen verstärkten Drang nach etwas Neuem. Neue Aufgaben mit mehr Sinn oder Selbstverwirklichung.
Infos zur Studie
Die Umfrage erfolgte im Zeitraum vom 18. Dezember bis 08. Januar 2025. Befragt wurden 3.414 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte in Deutschland.
Christoph Mers
Online Content Manager